So wirst du jetzt einfach Mäuse los!

Sobald es anfängt Winter zu werden, verkriechen sich Mäuse gerne in unser warmes Haus. Dazu bietet sich eine Wohnung perfekt an. Dort gibt es genug zu essen, haben fast keine Feinde wie in freier Wildbahn und können ordentlich Nachwuchs zeugen. Sie kommen meist durch kleine Ritzen (vor allem wenn das Haus schon älter ist) und offene Fenster oder Türen herein.

Am häufigsten nistet sich die „Hausmaus“ in unseren vier Wänden ein. Sie kann sich bei entsprechendem Nahrungsangebot acht mal im Jahr fortpflanzen mit durchschnittlich drei bis acht Jungen pro Wurf.

Maus am fressen
Maus am fressen
Keine Maus mehr im Haus

Ich erkläre dir mit welchen Mitteln/Methoden man Mäuse im Haus am besten los wird, ohne einen teuren Experten engagieren zu müssen. Schon mal vorab – man sollte schleunigst etwas dagegen unternehmen, da sie im schlimmsten Fall Krankheiten verursachen oder Stromkabel beziehungsweise Nahrungsmittel anknabbern können und zu einer echten Plage werden.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Woran erkenne ich Mäusebefall?
  2. Die Hausmaus
  3. Gefahren von Mäusen im Haus
  4. Mäuse erfolgreich bekämpfen
  5. Erneuten Mäusebefall verhindern

1. Woran erkenne ich Mäusebefall?

Meist sieht man gar keine Mäuse, da sie eher nachts auf Futtersuche gehen und sich nicht gerne vor dem Menschen blicken lassen. Falls du dir noch nicht sicher bist, ob es sich in deiner Wohnung um Mäuse handelt bzw. ein Befall vorliegt, habe ich dir hier ein paar Erkennungsmerkmale aufgelistet.

Zu den auffallendsten Symptomen gehört der Mäusekot. Er ist etwa 3-8 mm groß und hauptsächlich an den Aufhenthalts- und Laufwegen der Mäuse. Ist der Kot frisch (glänzend, weich), ist dies ein eindeutiges Indiz für einen aktuellen Befall.

Mäusekot von Maus im Haus
Mäusekot

Des weiteren findet man Nagespuren. Mäuse haben einen angeborenen Nagetrieb, um ihre ständig nachwachsenden Schneidezähne kurz zu halten. Mit Ihrem Bissmuster von zwei parallelen tiefen Rillen knabbern sie meist an Elektrokabeln, Säcken, Möbelstücken, und so weiter.

Außerdem können sich Schmier- und Laufspuren erkennen lassen. Die kleinen Tiere benutzen meist die gleichen Laufwege, so dass sich an der Wand ein “Schmierfilm” wegen dem Körperfett und Schmutzpartikeln des Fells bildet. Auf staubigen Böden sind zusätzlich Fußspuren zu sehen, welche eventuell zu den Nestern oder Nahrungsquellen führen können.

Ebenfalls entwickelt sich ein unangenehm riechender starker Geruch durch Urin.

Zwei letzte, eindeutige Indizien sind das auffinden von toten/lebendigen Mäusen und Mäusenester. Eine tote Maus sollte man vorsichtshalber nur mit entsprechender Schutzkleidung entfernen.

2. Die Hausmaus

Bild einer Hausmaus
Bild einer Hausmaus

Am häufigsten von allen Mäusearten verläuft sich die “Hausmaus” in unser Zuhause. Sie ist klein, flink und kann bis zu 60 cm hoch springen. Ebenso kann sie leicht eine raue Hauswand hochklettern. Obwohl sie als ausdauernder Schwimmer gilt, meidet sie in der Regel das Wasser. Zusätzlich besitzt sie einen besonders gut entwickelten Geruchs- und Gehörsinn. Ihr Sehvermögen ist schlecht, Hausmäuse sind farbenblind.

Es gibt nicht viel was diese Mäuse nicht essen, sie zählen zu den “Allesfressern”. Des weiteren werden sie hauptsächlich Nachts aktiv.

Diese Rasse kann sich bei entsprechendem Nahrungsangebot acht mal im Jahr fortpflanzen mit durchschnittlich drei bis acht Jungen pro Wurf. Im Normalfall erreichen sie ein Alter von 9 bis 35 Monaten und sind mit 35 Tagen bereits geschlechtsreif.

„Mäuse vermehren sich proportional zum Nahrungsangebot“ 

3. Gefahren von Mäusen im Haus

Beim dritten Punkt zeige ich dir, warum man überhaupt Mäuse bekämpfen sollte. Ich habe dies in 3 Abschnitte unterteilt:

3.1 Krankheiten

Vor allem Hausmäuse gelten als wichtig zu nehmende Gesundheitsschädlinge. Die Erreger werden vom Menschen meist durch Urin, Kot oder Speichel der Tiere aufgenommen. Eher selten passiert es durch einen Biss, da sie vor dem Menschen weglaufen würden (sofern sie nicht eingeengt in einer Mausefalle sitzen). Theoretisch könnte es schon zu einer Infektion führen wenn man einen staubigen Boden mit Mäusedreck zusammen kehrt und den aufwirbelnden Staub einatmet.

Die am häufigsten übertragbaren Krankheiten sind:

  • Hantavirus-Infektion
  • Tularämie
  • Dermatomykose
  • Salmonellose

3.2 Materialschäden

Mäuse haben im Haus genug Möglichkeiten etwas anzunagen. Da Ihre Schneidezähne ständig wachsen, brauchen sie etwas um diese kurz zu halten beziehungsweise zu schärfen. Häufig werden dann Elektrokabel, Säcke, Möbelstücke oder ähnliches angeknabbert. Kurzschlüsse, Brände oder teilweise zerstörte Akten sind nicht selten das Ergebnis daraus.

Ebenso werden Lebensmittel durch kontinuierliche Kot- und Urin Ausscheidungen unbrauchbar.

3.3 Ängste

Viele Menschen scheuen den Anblick einer laufenden Maus. Dadurch fühlt man sich in der eigenen Wohnung nicht mehr sicher, was das Wohlbefinden mindert. Außerdem erweckt es einen Ruf von Hygienemängel und Unsauberkeit. Allerdings habe ich von vielen Leuten die Mäusebefall hatten bestätigt bekommen, dass sie Ihre Wohnung regelmäßig putzten und dort kein Hygieneverlust herrschte.

4. Mäuse erfolgreich bekämpfen

Jetzt kommen wir zum wichtigsten Punkt. Wie wird man nun Mäuse im Haus wieder los? Dafür gibt es mehrer Möglichkeiten. Einige sind mehr, andere weniger effektiv. Lebendfallen, Schlagfallen und Mäusegift haben die höchsten Erfolgsraten. Danach folgen Katzen und Hausmittel. Auf Ultraschall-Produkte werde ich hier nicht genauer eingehen. Es gibt etliche wissenschaftliche Untersuchungen, dass dieses Gerät keinen großen Einfluss auf die Abschreckung oder Vertreibung von Mäusen hat.

4.1 Welche Falle/Methode ist die richtige für mich?


Maus im Haus Lebendfalle

Lebendfalle

Wie der Name schon sagt, wird hier das Tier lebendig gefangen. Im Gehäuse ist ein Art Sensor woran das Essen befestigt wird. Wenn die Maus daran das knabbern anfängt, wird durch die Ruckeleien der Mechanismus ausgelöst und die Tür schnallt zu. Mehr erfahren

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Maus im Haus Schlagfalle

Schlagfalle

Eine Schlagfalle tötet Mäuse. Sie besitzen wie auf dem Foto links abgebildet eine Art Wippe. Sobald die Maus versucht den Köder zu fressen und ein wenig Belastung darauf gibt, löst die Falle aus und der Rahmen schnallt nach vorne. Meist bricht er ihr dabei das Rückgrat und sie wird direkt getötet. Mehr erfahren

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Maus im Haus Mäusegift

Mäusegift

Falls dir Schlag-/Lebendfallen keinen Erfolg bringen oder bereits zu viele Mäuse im Haus sind kann Gift helfen. Im Gift sind Blutgerinnungshemmer enthalten, weshalb die Nager innerhalb weniger Tage innerlich verbluten. Sehen andere Tiere wie eines Tot in einer Falle liegt, werden die restlichen es meiden den gleichen Fehler zu begehen. Das Gift hingegen können alle aufnehmen, da es bis zur Verendung ein paar Tage dauert. Allerdings verkriechen sich die vergifteten Tiere teilweise an schwer erreichbare Stellen und verrotten dort. Mehr erfahren

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Katze blickt auf Maus herab

Katzen

Katzen sind ein natürlicher Feind der Mäuse. Hier ist jedoch Vorsicht geboten da jede Katze unterschiedlich ist. Wenn der Jagdinstinkt stark ausgeprägt ist eignen sie sich mit am besten für die Mäusejagd. Viele Stubentiger sind aber auch der Grund warum man Schadnager im Haus hat. Einige wollen dem Herrchen eine Freude bereiten in dem sie lebendige Mäuse ins Haus schleppen, eventuell mit ihnen spielen aber nicht töten. Aus eigener Erfahrung weiß ich dass es “verwöhnte” Katzen gibt die nicht mal Interesse an Mäusen zeigen.


Hausmittel und Gewürze

Hausmittel

Die Tiere werden angeblich von dem Geruch frischer Minze, Pfefferminzöl, Chilischoten, Gewürznelken und Oleanderblättern abgeschreckt. Auch Katzenstreu soll helfen. Die Mäuse riechen die Ausscheidungen der Katze, was zu einem Fluchtreflex führen kann. Ob solche Hausmittel wirklich Mäuse vertreiben können ist umstritten.


Je mehr Fallen man aufstellt, umso höher ist die Fangwahrscheinlichkeit.

Falls ich dir bei deiner Entscheidung, welche Falle/Methode die richtige für dich ist geholfen habe, zeige ich dir hier die meiner Meinung nach besten Fallen von Amazon mit einer ausführlichen Erklärung.

4.2 Fallen richtig platzieren

Wichtig ist dass man alle Futterquellen entfernt bevor man Fallen oder ähnliches aufstellt. Offen herum liegendes Essen sollte man wegräumen beziehungsweise luftdicht verschließen, sodass die Mäuse keine andere Wahl haben als den Köder oder das Gift zu verzehren.


Als erstes muss man die Laufwege der Tierchen herausfinden. Mäuse laufen im Haus immer an der Wand entlang. Dort fühlen sie sich sicherer als quer durch den ganzen Raum zu rennen. Findet man dort Schmierspuren oder Kot hat man den optimalen Platz gefunden. Allerdings sollten die Fallen ein wenig Distanz zu den Ausscheidungen haben, da Mäuse nicht an Ihrem “Klo” essen.

Die Mausefallen sollten immer mit der Auslöser-/Eingangsseite zur Wand schauend platziert werden.

Bild von richtig aufgestellter Schlagfalle
Richtig platzierte Schlagfalle © maeuse-im-haus.de

4.3 Was ist der beste Köder?

Auch wenn es bei uns so verankert ist dass Käse und Speck Mäuse am erfolgreichsten anlockt, gibt es weitaus attraktivere. Die in der Praxis am besten bewährten Köder sind: Nuss-Nougat-Creme, Erdnussbutter, Schokolade, Nüsse und Getreideprodukte.

Tipp: Benutze am besten Wattestäbchen oder Zahnstocher beim hinzufügen der Köder um keine Duftspuren zu hinterlassen.

4.4 Ursachen wenn Fallen leer bleiben

Wenn du keinen Erfolg hast oder die Maus immer wieder den Köder schnappt aber nicht gefangen wird, habe ich hier ein paar Lösungsansätze für dich:

  • Auslöser der Falle gerade noch so in die Öse stecken für empfindlicheres Auslösen
  • anderen Ort für Falle wählen
  • Bei Schlagfalle Pappe rechts und links aufstellen, so dass die Maus von vorne den Köder klaut und den Mechanismus auslöst
  • anderen Köder ausprobieren, am besten einen wo nicht geklaut werden kann, zum Beispiel Nutella
  • wenig “Menschengeruch” an Falle bringen
  • alle anderen Nahrungsquellen entfernen

5. Erneuten Mäusebefall verhindern

Nun wenn du deine Mäuse erfolgreich aus dem Haus vertrieben hast, sollten noch ein paar Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um weitere Mäuse fernzuhalten:

  • Essensreste und tierische Abfälle nicht im offenen Gelände entsorgen
  • Komposthaufen mit engmaschigen Metallgitter* sichern und nicht zu nah am Haus anlegen
  • Gebäudeschäden beseitigen, bei Löchern oder Ritzen kann man Stahlwolle* hinein füllen. Dieses Material kann von Mäusen nicht durchnagt werden.
  • Mülltonnen und Müllsäcke gut verschlossen halten beziehungsweise in Müll-Containern zu lagern, für die Nager ist es kein Problem den Sack durch zu beißen
  • Haus sauber halten indem man Nahrungsreste hinter der Küche oder anderen Spalten entfernt und Lebensmittel in Luftdichten Behältern* aufbewahrt
  • Haustierfutter verschlossen lagern, aufhängen von Vogelfutter im Garten vermeiden
  • Fenster und Türen immer geschlossen halten

Falls man eine Maus gefangen hat kann es passieren, dass von ihr noch junge im Nest sind. Diese würden dann verhungern und verwesen. Deshalb sollte man danach immer noch wachsam bleiben und auf eventuelle Anzeichen (piepsen, Scharrgeräusche) von Mäusebabies achten.

Info: Mäuse können sogar durch Löcher mit dem Durchmesser eines Bleistiftes schlüpfen.

SCHLUSSWORT:

Falls der Mäusebefall aus zu vielen Tieren besteht und man sie selbst nicht mehr in den Griff bekommt, ist es die beste Lösung einen Schädlingsbekämpfer zu engagieren.

Ich hoffe ich konnte dir helfen, deine Untermieter los zu werden! 🙂

Bei Fragen kannst du gerne einen Kommentar da lassen oder eine E-mail an maus-im-haus@web.de schreiben. Ich werde versuchen so bald wie möglich darauf zu antworten.

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